Das neue Forum: Ratgeber Todesfall
A chinese lion statue

Schopenhauer hat gewusst: "Nach dem Tod wirst Du sein, was Du vor der Geburt warst." So richtig dieser Satz des Philosophen ist, wer einen Todesfall in der Familie oder dem Freundeskreis hat, beschäftigt sich mit anderen Themen. Welches Grab, welche Beerdigung auf welchem Friedhof? Wie kann Trost gespendet werden, was hilft in den Trauerphasen? Dieses Forum möchte Ihnen die Gelegenheit geben zum Austausch - und zur Hilfe. Denn wer bewusst mit diesem Thema umgeht, kommt leichter von der Trauer zum Trost. Wir wünschen Ihnen eine nützliche Zeit auf unseren Seiten.

Am Ende der Reise gut angekommen

9. April 2010

Online Kampagne des Bundesverbands Deutscher Bestatter

Mit der Online Kampagne „Am Ende der Reise gut ankommen“ wirbt der Bundesverband Deutscher Bestatter für das Markenzeichen „Bestatter – vom Handwerk geprüft“. Neben Werbemaßnahmen im Internet wird die Kampagne auch durch klassische Anzeigen- und Plakatwerbung kommuniziert.

Ziel ist die Übermittlung der Werte und Ansprüche, die für das Markenzeichen stehen. Verbraucher und Kunden sollen durch das Markenzeichen die Gewissheit erhalten, sich in professionellen Händen zu befinden. Die Werte von Qualität, Kompetenz, Zuverlässigkeit und Vertrauen sollen hierdurch übermittelt werden. In Deutschland führen über 950 Bestattungsunternehmen das Siegel, die somit den hohen Qualitätsstandards des Verbandes genügen. Ihre Dienstleistungen sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert und Serviceleistungen wie 24 h Erreichbarkeit und transparente Preisgestaltung sind selbstverständlich. Dieses Zertifikat ist der weltweit anerkannte Standard für Managementsysteme und Qualitätskontrolle. Bestattungsunternehmen, die dieses Zertifikat besitzen, weisen die erforderlichen Qualitätsstandards auf und unterliegen ständigen Kontrollen.

Die regelmäßige Überprüfung der Qualitätsstandards und die anspruchsvolle Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter versucht der Bundesverband somit den Verbrauchern näher zu bringen und somit die Werbebotschaft „Am Ende der Reise gut angekommen“ zu untermauern. Die neue Kampagne wird hierbei bewusst auch über den Internetkanal vertrieben um dem eingestaubten Image der Bestatterbranche entgegenzuwirken.

Ansprechpartner für Rückfragen und weiterführende Informationen:

Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.

Dr. Rolf Lichtner / Dr. Kerstin Gernig

Volmerswerther Straße 79

40221 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 16 00 8 - 10

E-Mail: lichtner@bestatter.de / gernig@bestatter.de

Internet: www.bestatter.de

Die Sterbegeldversicherung: eine Trauervorsorge für jedermann!

18. November 2009

“Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.”
Dieses Zitat stammt aus dem griechischen und symbolisiert, wie viele Menschen mit dem Thema Tod zu Lebzeiten umgehen: leichtsinnig. Dabei kann eine Sterbegeldversicherung hilfreich bei der Trauervorsorge sein und die gewünschte Bestattung garantieren. Wir erklären, wie eine Sterbegeldversicherung funktioniert und was es bei dieser Art von Vorsorge zu beachten gilt.

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Kurz zusammengefasst: Es ist eine kleine Lebensversicherung. Der Versicherungsnehmer spart einen festgelegten monatlichen Betrag für seine Bestattung. Verstirbt man, zahlt die Sterbegeldversicherung die ausgemachte Summe an die Hinterbliebenen aus.

Können alle Beiträge der Sterbegeldversicherung in den Sparanteil fließen?

Bei vielen Versicherungsprodukten nicht. Ein Teil des Beitrags fließt in den Sparanteil und wird von den Versicherungen mehr oder weniger gut verzinst. Der andere Teil wird für den Risikoschutz verwendet, denn die Versicherungssumme wird von der Sterbegeldversicherung garantiert ausbezahlt, auch wenn der Versicherte vorher stirbt.

Kann der Versicherungsschutz enden, bevor man stirbt?

Ja, kann er! Das ist aber nur möglich, wenn man die Sterbegeldversicherung vorab kündigt oder vor Laufzeit-Ende keine Beiträge mehr zahlt. Ferner besteht der Schutz der Sterbegeldversicherung bis ans Lebensende fort.

Wie viel kostet eine Sterbegeldversicherung?

Die monatlichen abzuleistenden Beiträge einer Sterbegeldversicherung hängen vom Alter und vom Gesundheitszustand des Versicherten ab. Wer früh damit beginnt, Geld in die Versicherung einzuzahlen und eine lange Laufzeit der Sterbegeldversicherung einplant, ist mit ca. 10 Euro im Monat dabei.

Wie hoch ist die Versicherungssumme normalerweise?

Seit 2004 gibt es kein Sterbegeld von den Krankenkassen. Da aber Begräbnisse in der Regel teuer sind, sollte man ca. 5000 Euro für die Bestattung zur Seite legen. Hier erscheint ein Zeitraum von 20 bis 25 Jahren sinnvoll, in der man monatlich Beträge ab 10 Euro überweist. Es gibt auch Last-Minute-Policen: Sie kosten natürlich wesentlich mehr Beitrag und lohnen sich nicht immer.

Gilt der Schutz einer Sterbegeldversicherung sofort?

Nicht immer: Bei manchen Versicherungen müssen Neukunden, die älter als 55 Jahre sind, mit einer „Wartezeit“ von rund drei Jahren rechnen. Verstirbt man jedoch in diesem Zeitraum, bekommen die Verwandten nur einen Teil der Summe ausbezahlt. Bei anderen Gebührensätzen gibt es zwar auf eine solche Wartezeit nicht. Dafür werden aber ausführliche Gesundheitsfragen an die Versicherten gestellt. Und eines ist dann klar: Wer sich als schwer krank herausstellt, erhält sehr wahrscheinlich keine Garantie einer Sterbegeldversicherung.

Gibt es Alternativen zur Sterbegeldversicherung?

Natürlich kann man das Geld einfach sparen und auf dem Sparbuch einzahlen. Aber das Risiko, dass man mal in schlechten Zeiten etwas von dem Betrag abhebt, ist gegeben.

Eine andere Alternative zur Sterbegeldversicherung ist eine Risikolebensversicherung. Diese ist für ältere Menschen allerdings auch teurer.

Oder aber man wendet sich direkt an einen Bestatter und schließt unter Angaben der genauen Modalitäten der Beerdigung einen Direktvertrag ab. Wie möchte ich beerdigt werden? Wie wird die Trauerfeier gestaltet? In welchem Rahmen?

Beistand bis in den Tod

15. Juli 2009

Das Hospizwesen entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten mit steigender Popularität. Menschen suchen dort nicht nur einen Ort der Stille und des Rückzuges, sondern versuchen ebenso sich mit ihren eigenen Lebensthemen auseinander zu setzen, um möglichst unbefangen den letzten Weg, den Sterbeprozess antreten zu können.

Das Hospiz wird für viele auch ein Ort neuer Begegnungen. Ein Ort an dem man das Leben aus einer neuen, oftmals bislang unbekannten Perspektive beobachten kann.  Alte übernommene Werte können dort losgelassen werden, allgemein tritt eine Loslösung von materiellen Werten und Bindungen ein. Persönliche und private Verflechtungen können, sofern der Betroffene dazu bereit ist, geklärt werden. Unterstützt wird diese Entwicklung durch eine spezielle seelsorgerische und psychosoziale Betreuung seitens des Fachpersonals. Über Musik-,  Kunst- oder Gestaltungstherapie ist das Angebot breit gefächert, und bietet Angehörigen wie auch den Sterbenden die Möglichkeit, eigene bisher ungeklärte Probleme und Ängste zu thematisieren und zu klären.

Die Palliativmedizin soll ferner den Leidensweg der Sterbenden auf ein mögliches Minimum reduzieren. Vielfach arbeiten die Hospize mit zahlreichen Fachärzten und medizinischem Betreuungspersonal eng zusammen. Das Ziel: Ein möglichst würdiger und schmerzloser Weg in den Tod.

Der Respekt vor den Wünschen und Vorstellungen wird in einem Hospiz großgeschrieben. Zumeist wird das Bestmögliche getan um den Gästen ihre letzte Zeit, entsprechend ihren Wünschen, so schön wie eben möglich zu gestalten.
Wer sich nicht mehr selbst versorgen kann und zudem in einer nicht mehr umkehrbaren, finalen Abkehr vom Leben steht, findet in einem Hospiz geeignete Fürsorge.
Auch wenn für viele Menschen die erste Konfrontation mit einem Hospiz bedrohlich wirkt und zahlreiche Ängste und Widerstandsreaktionen wie „ein nicht wahrhaben wollen“ oder „Ich will hier weg“ hervorrufen kann, ist dies dennoch auch eine Chance, sich vertrauensvoll auf eine neue Blickrichtung in der letzten Lebensphase einzulassen.

Nähere Informationen zu Hospizen finden Sie unter anderem unter folgenden Web-Adressen:

Grundinformationen: http://www.hospize.eu/

Deutsche Hospiz Stiftung: http://www.hospize.de/

Deutscher Hospiz- und Palliativ-Verband e.V: http://www.hospiz.net/

Angst vor dem Tod

8. Dezember 2008

Nichts unterscheidet den Menschen deutlicher vom Tier als seine Fähigkeit, Angst zu haben und die Zukunft vorausdenken zu können. Am Ende allen Denkens steht der Tod. Warum fürchten wir uns so sehr davor?

Als im Grunde tief animalischem Wesen ist dem Menschen eine starke Kraft „eingebaut“, die sich in der Evolution als nützlich erwiesen hat: Es ist der Trieb der Selbsterhaltung, Dies ist ein starker Instinkt, der immer dann enorme Abwehr auslöst, wenn der Mensch angegriffen wird – einerlei ob grob körperlich oder subtil psychisch.

Als denkendem Wesen ist es dem Menschen zudem erlaubt, sich gedanklich weit in die Zukunft zu versetzen und sich sein eigenes Ende vorzustellen. Über kurz oder lang stößt er jedoch an eine Grenze - wenn er sich seinen eigenen Tod vorstellt!

Ein Zusammenprall ist Auslöser der Angst

Diese beiden Kräfte – sein Selbsterhaltungstrieb und sein Denkvermögen – prallen beim Gedanken an den Tod mit voller Wucht aufeinander. Dieser Unfall erzeugt im Wesentlichen eines: nackte Angst. Denn der Mensch weiß – im Unterschied zum Tier – als einziges Wesen der Schöpfung, dass es dem Tode eines Tages unterliegen wird. Was immer er bis dahin unternimmt, hilft nicht dem Umstand ab, dass sein Körper früher oder später stirbt.

Wohin mit der Angst?

  • Eine vertretbare und psychologisch betrachtet erfolgreiche Strategie ist die der Verdrängung – zumindest vorübergehend. Worüber der Mensch nicht nachdenkt, das belastet ihn auch nicht – scheinbar.
  • Eine andere Möglichkeit, mit der Angst umzugehen, ist die Entwicklung einer wie auch immer gearteten Vorstellung, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Dieser Gedanke war der Auslöser für die Entwicklung jedweder Religion, und unabhängig von ihren Ritualen und Legenden verheißt jede Religion den an sie Glaubenden eines: Mit dem Tode ist nicht alles aus, es geht weiter!
  • Die dritte Möglichkeit eröffnet sich, wenn sich die menschliche Tatkraft auf die Schaffung „großer“ Werke richtet, die ihren Schöpfer „überleben“, entweder weil sie wirklich groß sind wie die Pyramiden oder „geistig“ groß wie eine Symphonie, die ein Komponist der gesamten Nachwelt geschenkt hat. Praktisch alles Menschheitsschaffen ist kultureller Ausdruck eines Bestrebens, den Tod zu „überwinden“.

Flucht und Aggression

Wer unerwartet einer Situation ausgesetzt wird, in der er sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen muss, kann darauf auf zweierlei Art reagieren. Beide Arten sind verständlich und zutiefst menschlich: fliehen oder zuschlagen, will sagen: mit Aggression reagieren. Dies erklärt, warum manche Angehörige – mit einem unmissverständlich Sterbenden konfrontiert – offen oder versteckt aggressiv diesem gegenüber auftreten. Dies erklärt aber auch, warum sich andere Angehörige oder Freunde wiederum abwenden, weil sie „damit nichts zu tun“ haben wollen.

Weg mit der Angst – oder Weg mit der Angst?

Wer sich frühzeitig mit dem Thema Sterben und Tod beschäftigt, sollte dies nicht mit dem Ziel unternehmen, seine Angst zu überwinden oder gar völlig „angstfrei“ zu werden. Das ist nicht nur sinnlos, sondern auch zutiefst unmenschlich. Besser ist es, die Quellen der Todesangst zu kennen und mit diesen leben zu können, ohne dass diese einen beherrschen. Man soll sich nicht mit dem Gedanken verrückt machen, dass morgen schon alles vorbei sein kann, aber ein gelassenes Wissen darum, eine auf den Genuss der Gegenwart ausgerichtete Grundhaltung, die eine vernünftige Vorsorge einschließt sind der beste Schutz und Weg. Diese gefestigte Haltung ist die Grundlage für das Vertrauen in das Leben und Toleranz Andersdenkenden gegenüber. Denn die Beschäftigung mit dem Tod ist nichts anderes als das Ja zum Leben – hier und heute.

Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) sagt:

„Wer vorgibt, den Tod nicht zu fürchten, lügt. Alle Menschen haben Angst zu sterben – das ist das große Gesetz der empfindungsfähigen Geschöpfe, ohne das die menschliche Rasse bereits ausgelöscht wäre“.

Und der Philosoph das Antike, Sokrates meint:

„Weiß ja doch niemand, was der Tod ist und ob er nicht vielleicht für den Menschen das höchste Gut ist; und doch fürchtet man ihn, wie wenn man ganz genau wüsste, dass er das größte Übel sei.”


ABC des Todesfalls - was ist zu tun?

4. November 2008

Kleine Übersicht über das, was im Todesfall zu tun und wer alles zu verständigen ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Grabpflege – selber machen oder machen lassen?

4. September 2008

Was Angehörige leisten können – und was sie Profis überlassen sollten

Nicht jeder hat die Kraft und die Zeit, sich dauerhaft um das gepflegte Erscheinungsbild eines Grabes zu kümmern. Doch diese Aufgabe ist eine bewusste Trauerarbeit und kann viel zur Überwindung des Verlustes beitragen.
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